Der
Marderhund kommt ursprünglich aus Ostasien. Er erweiterte sein
Verbreitungsgebiet westlich, in Osteuropa wurde er als Pelztier
auch ausgesetzt. In Deutschland wurde 1974 der erste Marderhund
in Schleswig-Holstein nachgewiesen.
Der Marderhund ist so groß wie ein Fuchs und hat Ähnlichkeit
mit dem Waschbären. Er wird etwa 5 - 10 kg schwer.Er ist nachtaktiv
und deshalb selten zu beobachten. Menschen sind die einzigen Feinde.
Der Marderhund ist ein Allesfresser, zu seiner Nahrung gehören
Fische, Nagetiere, Vögel, Insekten Weichtiere, Lurche, aber
auch Pflanzen und Früchte. Nach einer Tragzeit von 2 Monaten
kommen 6 - 8 schwarz behaarte Welpen zu Welt. Beide Eltern kümmern
sich etwa ein halbes Jahr um die Jungen
Marderhunde sind jedoch äußerst reale Geschöpfe
und sehr erfolgreiche Eroberer. Binnen weniger Jahrzehnte haben
sie das ganze westliche Eurasien besiedelt. Ein Gebiet, fast drei
mal so groß wie ihre entwicklungsgeschichtliche Heimat im
fernen Osten zwischen Amur und Ussuri. Mitte letzten Jahrhunderts
verfrachteten Pelzjäger die kleinen Wildhunde per Flugzeug
über den Ural nach Weißrussland. Die Pelzträger
sollten sich dort vermehren. Mit durchschnittlich sechs bis sieben
Jungen pro Wurf schaffte der Marderhund diese Aufgabe im Handumdrehen
- und machte sich auf leisen Pfoten davon. |
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