02 Marderhunde
Nyctereutes procyonoides

 




ZUM START
 
   
Der Marderhund kommt ursprünglich aus Ostasien. Er erweiterte sein Verbreitungsgebiet westlich, in Osteuropa wurde er als Pelztier auch ausgesetzt. In Deutschland wurde 1974 der erste Marderhund in Schleswig-Holstein nachgewiesen.
Der Marderhund ist so groß wie ein Fuchs und hat Ähnlichkeit mit dem Waschbären. Er wird etwa 5 - 10 kg schwer.Er ist nachtaktiv und deshalb selten zu beobachten. Menschen sind die einzigen Feinde.
Der Marderhund ist ein Allesfresser, zu seiner Nahrung gehören Fische, Nagetiere, Vögel, Insekten Weichtiere, Lurche, aber auch Pflanzen und Früchte. Nach einer Tragzeit von 2 Monaten kommen 6 - 8 schwarz behaarte Welpen zu Welt. Beide Eltern kümmern sich etwa ein halbes Jahr um die Jungen
Marderhunde sind jedoch äußerst reale Geschöpfe und sehr erfolgreiche Eroberer. Binnen weniger Jahrzehnte haben sie das ganze westliche Eurasien besiedelt. Ein Gebiet, fast drei mal so groß wie ihre entwicklungsgeschichtliche Heimat im fernen Osten zwischen Amur und Ussuri. Mitte letzten Jahrhunderts verfrachteten Pelzjäger die kleinen Wildhunde per Flugzeug über den Ural nach Weißrussland. Die Pelzträger sollten sich dort vermehren. Mit durchschnittlich sechs bis sieben Jungen pro Wurf schaffte der Marderhund diese Aufgabe im Handumdrehen - und machte sich auf leisen Pfoten davon.
 
   
 

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