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TV EFK TV_August 2009
Teil 1-4
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12 Eulerei
Waldkautz, Waldohreule
Schleiereule
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ZUM
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Merkmale
Der Waldkauz ist mit einer Größe von 39 - 42 cm und
einer Spannweite von 94 - 104 cm etwas größer und auch
kräftiger als die Waldohreule und die Schleiereule. Das Männchen
ist in der Regel etwas kleiner als das Weibchen. Es wiegt im Durchschnitt
etwa 440 g, das Weibchen 560 g. Der Waldkauz tritt in zwei Färbungsvarianten
auf, einer grauen und einer rostroten. Das Brustgefieder hat eine
deutliche dunkle Längsstreifung mit schwächeren Querstreifen.
Besonders charakteristisch für den Waldkauz ist der große
runde Kopf mit den schwarzen Augen und einem ausgeprägten
Schleier. Von der Waldohreule unterscheidet er sich vor allem
durch das Fehlen der Federohren, von der Sumpfohreule durch das
dunklere, weniger gelbliche Gefieder und die braunschwarzen Augen.
Er ist größer als die Schleiereule und hat dunkleres
Gefieder, besonders an Gesicht und Unterseite. Der Waldkauz ist
streng nachtaktiv und ist erst in der späten Dämmerung
zu sehen. In der Abenddämmerung lässt sich der Waldkauz
durch Mäuseln nahe heranlocken.
Fortpflanzung
Der Waldkauz lebt in monogamer Dauerehe und ist reviertreu. Er
brütet bevorzugt in Baumhöhlen, zum Teil jedoch auch
in ungestörten Winkeln von Gebäuden (Dachböden,
Kirchtürme, Scheunen, Ruinen) sowie in Nistkästen. Nach
der Balz im Februar beginnt das Weibchen Anfang bis Mitte März
mit der Eiablage von 3 - 6 Eiern. An eine Brutdauer von 28 - 29
Tagen schließt sich eine Nestlingszeit von 4 - 5 Wochen
an. Die noch nicht ganz flugfähigen Jungen verlassen dann
das Nest. Sie werden noch 8 - 10 Wochen von den Eltern weiterbetreut,
bis sie dann etwa Anfang August selbstständig sind.
Nahrung
Der Waldkauz kann Beutetiere bis zu einem Gewicht von etwa 300
g überwältigen, also auch Jungkaninchen und Tauben.
Vorwiegend ernährt er sich von Kleinsäugern, daneben
nimmt er jedoch auch Vögel, Frösche und Kröten.
Er nutzt jedes tierische Massenaufkommen sofort gründlich
aus. Der Waldkauz ist Ansitzjäger, nutzt daneben auch die
Suchjagd.
Lebensraum
und Vorkommen
Der Waldkauz besiedelt als Ganzjahresvogel abwechslungsreiche
Landschaften mit Bäumen und Wäldern, oft in der Nähe
von Gewässern. Ebenso ist er in Parkanlagen, Gärten
mit altem Baumbestand und auf Friedhöfenzu finden, nicht
selten auch in Dörfern und Städten. Der Waldkauz ist
ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa.
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Merkmale
Mit einer Länge von 35 - 37 cm und einer Spannweite von 84 -
95 cm ist die Waldohreule etwa so groß wie die Schleiereule.
Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden.
Das Weibchen wiegt mit durchschnittlich 300 g etwa 50 g mehr als das
Männchen. Besondere Merkmale der Waldohreule sind die orangegelben
Augen und die langen Federohren, die jedoch im Flug und im Ruhezustand
ganz angelegt werden können. Die Oberseite der Waldohreule ist
gelblichbraun mit graubrauner Sprenkelung und Marmorierung. Das Bauchgefieder
ist hell rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und
feiner Querbänderung. Die hellen Flügelspitzen haben mehrere
dunkle Querbänder. Die Waldohreule kann mit der Sumpfohreule
verwechselt werden, von der sie sich aber durch die großen Federohren
und die Augenfarbe (bei der Sumpfohreule braunschwarz) unterscheidet.
Im Vergleich mit dem rundköpfigen Waldkauz ist die Waldohreule
etwas kleiner, langflügeliger und vor allem schlanker. Sie ist
vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Am Tage ruht sie in dichtem
Laubwerk oder schlank aufgerichtet auf einem Ast nahe am Baumstamm.
Die Waldohreule lässt sich leicht durch Mäuseln anlocken.
Die Bettelrufe der Ästlingsjungen ähneln dem Fiepen von
Rehkitzen.
Fortpflanzung
Die Waldohreule brütet meist in Sträuchern oder Bäumen,
bevorzugt in Krähen- oder Elsternestern. Sie führt in
der Regel nur eine Saisonehe. Paarbildung und Balz beginnen meist
Mitte Februar. Die Ablage con 4 - 8 Eiern erfolgt im März/April.
Nach einer Brutdauer von 27 - 28 Tagen folgt eine Nestlingszeit
von etwa 20 Tagen. Nach 2 Wochen Ästlingszeit können die
Jungen gut fliegen, werden jedoch noch weitere 5 - 6 Wochen von
den Eltern versorgt.
Nahrung
Die Waldohreule ernährt sich zu 80 % von Feldmäusen. Daneben
werden andere Kleinnager und Kleinvögel (wie Sperlinge und
Grünlinge) erbeutet.
Lebensraum und
Vorkommen
Die Waldohreule bewohnt aufgelockerte Landschaften mit Wald und
Gehölzen. Sie kommt auch in menschlichen Siedlungen, in Gärten,
Stadtparks und auf Friedhöfen vor. Sie ist nahezu in ganz Europa
vorwiegend als Standvogel zu finden. Während des Winters (meist
von November bis März) finden sich oft in städtischen
Parks größere Ansammlungen von Waldohreulen in Schlafgemeinschaften.
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Merkmale
Die Schleiereule ist mit 33 - 38 cm etwa so groß wie die Waldohreule.
Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden.
Das Weibchen wiegt mit durchschnittlich 340 g nur wenig mehr als das
Männchen (315 g). Charakteristisch für die Schleiereule
sind die schwarzen Augen und der typische herzförmige Gesichtsschleier,
nach dem sie ihren Namen hat und durch dessen Form und Farbe sie leicht
von allen anderen Eulen zu unterscheiden ist. Der Gesichtsschleier
ist veränderlich und die Schleiereule kann damit richtige Grimassen
schneiden. In Europa gibt es zwei Farbvarianten. Im westlichen und
südlichen Europa ist die Schleiereule sehr hell, an der Unterseite
weiß bis gelbweiß ohne Fleckung. Im nördlichen und
östlichen Europa hat die Schleiereule ein dunkleres Rückengefieder,
das fein gesprenkelt ist. Das Brustgefieder ist intensiv rostgelb
mit dunklen Punkten. Die Eule hat lange, leicht x-förmige Beine.
Im Flug wirkt die ganze Unterseite sehr hell. Die Schleiereule jagt
nur bei Dunkelheit. Sie ist die nächtlichste aller Eulen.
Fortpflanzung
Die Schleiereule lebt meist in Dauerehe. Sie brütet in Gebäuden
in ruhigen, dunklen Nischen, wie in Dachböden, Scheunen, Kirchtürmen
und Ruinen. Nach Beginn der Balz im März werden im April/Mai
3 - 12 länglich-ovale Eier gelegt. Nach einer Brutdauer von
30 - 34 Tagen folgt eine Nestlingszeit von 60 - 70 Tagen. Mit etwa
9 Wochen sind die Jungen flügge und verlassen mit 3 Monaten
das elterliche Revier. In besonders guten Mäusejahren kann
es auch zu zwei Bruten kommen, sodass ein Paar bis zu 17 Junge pro
Jahr großziehen kann.
Nahrung
Die Schleiereule ernährt sich vorwiegend von Kleinnagern, vor
allem der Feldmaus. Vögel nehmen nur einen geringen Teil des
Nahrungsspektrums ein.
Lebensraum
und Vorkommen
Die Schleiereule lebt als Kulturfolger in enger Nachbarschaft zum
Menschen. Zur Jagd auf Feldmäuse braucht sie offene Kulturlandschaften,
bevorzugt Dauergrünlandflächen. Sie meidet Gebiete, in
denen an mehr als 40 Tagen Schnee liegt. Die Schleiereule kommt
als Standvogel in Europa nordwärts bis nach Dänemark und
Nordengland vor.
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